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Der Rote König

Aufstand der Verlorenen

Hamburg-Roman IV

"Brennendes Menschenfett riecht wie ranzige Butter in der Pfanne!"

Kurzfassung:

Die Geigen der Freifrau.

Es beginnt mit einer Geige. Mit einem Ton, der nicht sterben will.

Hör genau hin.

Hinter dem Klang liegt eine Geschichte, die kaum einer kennt. Die kaum einer bekennen will.

 

Der Porajmos. Das „Verschlingen".

 

Der Völkermord an den Sinti und Roma. Hunderttausende, ermordet in den Lagern des Dritten Reichs. Und danach ein zweites Mal getötet: durch das Schweigen, den schleichenden Genozid. Durch Unterlassung und Versagen von Hilfe und Bildung. Ein Genozid, den Deutschland vergessen wollte, kaum dass er geschehen war.

 

100 Jahre schleichender Völkermord.

70 Jahre Verfolgung, von der kaum jemand sprach.

30 Jahre später ein Telefon, das klingelt.

 

Hamburg. Heute.

Leonhard nimmt ab. Einen Anruf, den er besser nie hätte annehmen sollen.

Denn was mit einer Stimme am Telefon beginnt, liegt längst auf den Straßen der Stadt.

 

Zwölf Tote in fünf Wochen.

Keine Spuren. Keine DNA.

Kein Motiv.

Sechs Stadtteile, jede Tat anders – und doch dieselbe Handschrift. Alle Zeugen sagen dasselbe. Etwas, das niemand glauben will.

Es waren Kinder. Sie kommen. Sie töten. Sie verschwinden. Lautlos. Wie Geister.

 

Über allem ein Name, der in keiner Akte greifbar wird.

Der Rote König.

Die einzige Konstante in einer Geschichte, die keine ergibt. Er fordert eine alte Schuld ein. Eine, die Leonhard begleichen muss. Begleichen wird.

 

Es ist ein alter Kollege, der Leonhard ins Fegefeuer schickt. Mit einem Verstand wie eine Rasierklinge. Volle Immunität gaukelt er, gedeckt von niemandem. Packt Leonhard es, war es sein Verdienst. Krepiert der Joker, wusste niemand von nichts. Für Leonhard wird es ein Abstieg, tiefer als jeder zuvor. In eine Geschichte, die in Deutschland vergessen wurde. Und in seine eigene Hölle.

 

Denn es geht hier nicht nur um Menschen, Familien und Kinder. Es geht um eine Ordnung. Um eine einzige begrabene Wahrheit, auf der das morbide Hamburg ruht. Jede Akte, jedes Urteil, jede Gewissheit dieser Stadt zerfällt zu Asche, sobald sie ans Licht kommt.

 

Das Böse wird nicht geboren.

Es wird vererbt. Gelehrt. Erzwungen. Niemand in diesem Buch entkommt der Schuld – nicht der Täter, nicht der Jäger, nicht der, der nur zusah.

Der totale Krieg. Die totale Entmenschlichung. Der vollständige Untergang im Kreis der Schuld.

 

„Schuld entsteht durch Unterlassung und Aktion!"

 

Am Ende bleibt der Klang einer letzten Geige. Deutsche Geschichte im Gewand eines Hardboiled-Noir.

Leonhard kehrt zurück. Vom Autor der „Niemand"-Trilogie. 

 

Ein Zeugnis für die, die nie eines bekamen.

Ein Zeugnis von dem, der den König kannte und überlebte.

Und mit diesem Roman ein Versprechen einlöst.

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